Schläfer oder Verstecker – einer geht immer!

Viel Arbeit und wenig Zeit. Eine schlechte Kombination für erfolgreiches Karpfenangeln, ist die Zeit doch häufig der Weg zum Erfolg. Deshalb schreit diese Kombination nach einer angepassten Angelei. Neben den Fischen, die sich den Bauch an meinem Langzeitfutterplatz vollschlagen, gibt es ja immer noch die Schläfer. Schläfer? Was sind Schläfer? Das ist meine Bezeichnung für Fische, die sich faul im Kraut aufhalten und denen man einen Happen vors Maul werfen muss, weil man sie sonst nicht an den Haken bekommt. Eigentlich ruft diese Angelei nach ein oder zwei Stunden mit der Stalkrute. Genau das habe ich letztes Wochenende gemacht.

Mit der Stalkrute...
... und ganz wenig Tackle geht sie los - die Jagt auf Schläfer.

Da ich eh füttern fahre, um meinen Platz aktiv zu halten, war ich eh schon in der seenreichen Weserebene. Seen und Fische gibt es genug und an jedem Baggersee gibt es Stellen, wo man die Fische tagsüber finden, beobachten und natürlich fangen kann. Schnell fand ich die Fische an einem eher kleineren See. Eine ausgedehnte Flachwasserzone zieht die Fische immer an. Kraut und daher auch relativ weicher Boden machen diese Orte zu einem perfekten Karpfenmagneten.

Ein genauer Blick verrät - da frisst doch einer heimlich an den Krautstengeln herum
Die Schläfer sind gar nicht am schlafen - sie haben sich nur versteckt.

Leise kroch ich durch die Ufervegetation, um die Fische auf keinen Fall zu verschrecken. Häufig flüchten sie dann und stecken die anderen Fische durch ihre Flucht an. Das Ergebnis ist dann trübes Wasser und fischleer noch dazu. Stalken bedeutet für mich mit stark reduziertem Tackle aktiv angeln. Ich suche die Fische, angele auf Sicht und bleibe meist nur kurze Zeit an einem Platz sitzen. Außerdem füttere ich nur ein paar wenige Pellets und fische aktiv mit ummantelten Hookbaits, die für eine umfangreiche Lockwirkung sorgen. Bei höherem Angeldruck lohnt auch immer mal wieder der Griff zu Alternativködern.

Nicht nur eine Alternative, sondern eine echte Waffe für ein Maximum an Lockwirkung und Aktivierung!
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Dumbellz sind dafür perfekt und sorgen für gutes Vertrauen und Feeling beim Fischen. Die gibt es ebenfalls in ummantelter Form. Relativ schnell zeigten sich die Fische in Fresslaune. Immer wieder schauten ihre Flossenspitzen aus dem Wasser. Das Wasser trübte sich ein und die Fische durchwühlten das weiche Sediment nach den öligen Fischpellets und einzelnen Dumbellködern. Immer kleiner wurde ihr Fressradius, bis plötzlich einer am Band hing und alles umliegende in Panik versetzte. Der Fisch schoss mit einer irren Geschwindigkeit durch die kleinen Krautbetten und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Meine Stalkrute war am Ende ihrer Kraft und so musste ich nach und nach Schnur nachgeben, bis ich am Ende dann der Gewinner war.

... Ein Verstecker, oder ein Schläfer?

Geil. Geil. Geil. Das macht richtig Spass! Nach diversen Fluchten konnte ich den Fisch keschern und mich über den Erfolg freuen. 60 Minuten angeln und direkt erfolgreich. So einfach kann es laufen und viel braucht es nicht. Einen guten Platz, ein gutes Auge und einen Köder, der sich perfekt für die aktive Angelei eignet. Das war´s für diese Woche – die Arbeit ruft!

Have fun!
Felix Kaczmarek
twelve feet Carpfishingmagazine
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