Mussel Insect – Matchwinner im Mai

Vorgeschichte:

Übereifrig schlug ich die Autotür meines Golfs zu und hastete den kleinen Pfad in Richtung See hinunter. Das Wasser des Gewässers war zu diesem Zeitpunkt noch immer unheimlich klar. Ein bisschen nervös, setzte ich die Polbrille auf und begab mich, wie schon so oft zuvor, auf Erkundungstour. So gut wie überall erkannte ich den Gewässergrund. Sofort entdeckte ich einen kleinen Hecht, der unweit vom Ufer entfernt auf Beute lauerte. Einige Meter weiter, machte ich einen hellen Kiesfleck, direkt an einem ins Wasser geworfenen Metallrohr, aus. Ähnliche Stellen entdeckte ich an ins Wasser gestürzten Ästen und an überhängenden Bäumen. Keine Frage, diese Flecken wurden von den Karpfen immer wieder angeschwommen, zum einen weil es an und unter den Ästen Nahrung gab, zum anderen vermutete ich, dass sie sich dort schupperten. In der Nähe dieser Stellen patrouillierten einige Karpfentrupps, wobei ein überhängender Baum, welcher ihnen Schutz bot, einen extremen Anziehungspunkt darstellte.

Matchplan:

Aufgrund des klaren Wassers, geringer Wassertiefe gepaart mit reichlich Blässhühnern und Reiherenten, entschied ich mich gegen eine Futteraktion mit zu auffälligem Futter. Instant, für den schnellen Erfolg, sicherlich nicht schlecht, doch Scoberrys oder sogar Mais würden mir langfristig nur störende Vogelaktivität bringen. So entschied ich mich für Mussel Insect Freezer, die ich zu Beginn der Aktion noch mit attraktiven Halibutpellets ergänzte. Außerdem wollte ich nicht zu zentriert füttern. Großzügig verteilte ich die Muscheln“ über einen zentralen Kiesfleck. Eine Rute hielt ich für den Spot vollkommend ausreichend. Am überhängenden Baum sollte meine Jokerrute zum liegen kommen.

Schöner Mussel Liebhaber

Success with Mussel:

Regelmäßig fuhr ich über den Spot und schaute mir an was mit dem eingebrachten Futter geschehen war. Oft fand ich keinen einzigen, übergebliebenen Mussel Insect mehr und die Größe des Kiesflecks, auf dem gefressen wurde, vervierfachte sich innerhalb kürzester Zeit. Die Karpfen hatten das Futter und den Platz voll akzeptiert. Mega euphorisch startete ich meine erste Session.

Zeitpunkt der ersten Session musste aus berufstechnischen Gründen ein ganz normaler Freitagabend sein. Doch ich hatte Glück und war der einzige Angler am See. Schnell war alles aufgebaut und peinlichst genau wurden die Ruten auf die Spots gebracht. Während ich zuversichtlich eine atemberaubende Abendkulisse genoss, pfiff die erste Rute ab. Es war die Baumrute, die mir einen kleinen, aber feinen Spiegler mit wunderschönen Schuppen bescherte.

Dieselbe Rute brachte mir in der Nacht noch einen etwas größeren Spiegler, der mit einem spektakuläre Drill glänzte. Auf die Nacht folgte ein sonniger Morgen, den ich allerdings erst realisierte, als ich drillend zwischen ein paar Brenneseln stand. Die waren mir in dem Moment allerdings total egal, ich drillte den ersten Fisch auf der Kiesfleckrute und der Drill ließ auf einen guten Fisch hoffen. Nach einiger Zeit kescherte ich einen langen, makellosen Schuppi, welcher dem Mussel Insect nicht widerstehen konnte.


Übertrieben zufrieden kochte ich mir einen Cappuccino und genoss die Morgensonne.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, was mir der Platz noch alles bescheren würde…

Allseits Tight lines

Max Ingenhaag

Top