Das war wohl ne fünf Minuten Terine…

Die Zeit vergeht wie im Flug, denn mittlerweile ist es schon wieder Mai geworden. Die Fische beissen und die Temperaturen kommen langsam in Fahrt! Für mich heisst Frühling auch immer Flachwasserangeln und vor Allem: Shortsessions ohne Ende! Meiner Meinung ist es absolut effektiv jetzt für wenige Stunden am Wasser zu sein. Wenn man weiss wann es rappelt, reichen wenige Stunden aus um die ein oder andere Mutti ans Ufer zu kurbeln! Wie schnell es geht konnte ich auch in den letzten Tagen wieder erleben. Doch alles wie immer, von vorne!

04:55: Mein Wecker klingelt. Noch etwas vom Vorabend geplagt, quäle ich mich aus dem warmen Bett raus. Noch schnell ins Bad und ein wenig Proviant geschnappt, da sitze ich auch schon im Auto und fahre der aufgehenden Sonne entgegen! Ein herrliches Bild.

05:45: Ich erreiche mein Zielgewässer. Schnell lade ich meine Sachen aus und laufe die restlichen Meter bis zum Angelplatz. Gut versteckt hocke ich nun zwischen dem frischen Grün.

06:05: Die erste Rute landet im seichten Wasser. Der See ist am gestrigen Tage gut erwärmt worden, daher hoffe ich auf Aktion. Ich kann meistens schon am Abend vorher sagen, wie die Chancen stehen. Hat die Sonne am Vortag das Wasser gut erwärmt, kann ich auch am Angeltag mit Aktionen im Flachwasser rechnen. War es hingegen regnerisch, bleiben die Fische häufig aus… Ich beködere, wie so soft, mit einem 24mm Sinker und einem weissem Pop up oder Dumbell. Den Bissanzeiger schalte ich ein, die Bremse löse ich ebenfalls. Der Hanger ist noch in der Tasche verstaut, der muss dann halt warten!

06:08: Ich ziehe die zweite Rute aus dem Futteral und greife zur Ködernadel!

Ups, da hab ich wohl den falschen erwischt...

06:09: Ein neues Rig muss her. In meinem Rigcase habe ich immer einige vorbereitet. Diese kommen jetzt zum Einsatz! Ein 4er Wide Gabe am N´trab leistet gute Dienste und gilt in meiner Box als Standardrig.

Bei meinen morgentlichen Streifzügen bin ich immer gut vorbereitet. Alles andere würde unnötig Zeit kosten!

06:10: Dauerton? Gibt´s doch nicht! Aber tatsächlich hängt ein Fisch am Band. Ich muss starken Druck ausüben, damit der Fisch nicht in ein Hindernis schwimmt.

06:14: Langsam kommt er näher, immer wieder schlägt er mit seinem Paddel aus dem Wasser. Das kann ein Guter sein!

06:16: Ich ziehe den Fisch über meinen Kescher. Toll! Ich freue mich riesig. Der Köder lag keine 5 Minuten im Wasser! Unglaublich – aber wahr! Die Köder funktionieren!

Schneller als die Polizei erlaubt;) Eine 5 Minuten Terine...

06:18: Schnell mache ich ein paar Fotos mit dem Selbstauslöser und versorge den Fisch.

06:28: Jetzt bin ich wieder am Anfang und bereite meine erste Rute wieder für den Einsatz vor! Der Köder geht noch, Rig sieht auch super aus. Wieder rein damit! die zweite Rute folgt der Ersten mit ähnlicher Taktik.

Das war wohl eine 5 Minuten Terine - Unglaublich aber wahr!

07:15: Ich chekke die Fangerfolge anderer Angler und schreibe ein paar Nachrichten über mein Telefon…

07:30: Hin und wieder kommen die Weissfische hoch und machen Anzeichen eines Laichgeschäftes. Ganz schön früh murmel ich vor mich hin…

07:32: Langsam kommt die Sonne hoch und erwärmt die Luft. Das wird wieder ein schöner Frühlingstag werden, da bin ich mir sicher. Ein Tag, an dem ich die Schulbank drücken darf. Ich muss in die Fachhochschule und mir einen Grafikdesign Workshop reinziehen. Eigentlich freue mich darüber, würde aber gleichzeitig auch gerne am Wasser bleiben. Aber man muss eben Prioritäten setzen… Angeln bedeutet echt viel für mich, muss aber dann doch hinten anstehen! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen und heute war es nicht das erste Mal, dass bei dir Tatsachen verdreht wurden.

08:00: Es wird wieder Zeit für mich, 2 Stunden angeln muss heute reichen. Ich muss los!

Ich liebe die Shortsession Zeit!

Bis zum nächsten Mal!

Felix Kaczmarek

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