Von Sonne und Regen -Teil 2-

Teil 1 noch nicht gelesen? Hier geht`s lang: https://www.successful-baits.de/von-sonne-und-regen-teil-1/

Mit einem wolkenlosen, unglaublich schönen Sonnenaufgang begann ein neuer Tag unserer Rundreise. Da wir am Vortag das Gewässer gewechselt hatten, gab es hier jede Menge zu entdecken. Ich kannte das Gewässer nicht und hatte keine Ahnung was mich hier erwarten sollte. Plateaus und Kanten waren absolut gar keine auffindbar, gleiches galt für Krautfelder oder versunkenes Holz. Nichts, absolut gar nichts, was sich als offensichtlicher Hot Spot herausstellen könnte war vorhanden. Als Hoffnungsträger blieb somit die langsam abfallende Uferkante und die langgezogenen Ausläufer der Uferstruktur.

Gleich in der ersten Nacht fing ich einen kleinen Karpfen und freute mich hier nicht „blank“ zu sein. Mit Beginn des Tages ging´s aber erst so richtig los: Ein Fisch nach dem anderen biss an. Das Besondere: Es waren ausschließlich kleine Fische, keiner schwerer als 3 oder 4 Kilo. Wo sind wir denn hier gelandet? Das Gewässer schien fast gar keine natürliche Nahrung zu haben, dafür aber umso mehr kleine Karpfen. Das Ergebnis war eben ein total verbutteter Bestand.

Wir fingen in den folgen 2 Tagen im Halb-Stunden-Takt Fische und ließen in der Nacht die Montagen -zu unserer Erholung- einfach mal draußen. Wie total ausgehungert diese Karpfen sein mussten zeigte sich auch am gleichen Abend, als eine Gruppe französischer Rentner sich unweit von unserem Platz niederließen: In weniger als 2 Stunden fingen Sie beim Raubfischangeln 2 Karpfen als Beifang auf kleine Köderfische – total verrückt. Nach dieser ungewöhnlichen, bemerkenswerten Zwischenstation setzten wir unsere Reise weiter fort. Die 3 oder 4 letzten Tage verbrachten wir dann an einem kleinen Stausee.

Im unmittelbaren Uferbereich unseres Platzes lief eine mit unzähligen Muscheln besiedelte Bank von 2 auf rund 8 Metern hinab. Da diese recht lang gestreckt war und sie parallel zu unserem Platz am Ufer verlief, konnte ich die Köder dort mit einem lockeren Wurf optimal verteilen. Als perfekte Helfer zeigten sich dabei die Flying Back Leads,
die ich dort wieder seit langem mal wieder so richtig zu schätzen gelernt habe. Die abgesenkten, schlaffen Schnüre waren so wesentlich unauffälliger und außerhalb der „krititschen Zone“.

Da unzählige Katzenwelse die Köder attackierten, waren hier Tigernüsse als Hakenköder das Mittel der Wahl. Dennoch blieb gelegentlich ein kleiner Katzenwels – vermutlich beim Einkurbeln – auf den rattenscharfen Haken stecken und auch ich tat mir selbst wieder schwer, ungehakt davonzukommen…

… gleiches galt übrigens für drei große, lange Schuppenkarpfen und einen schönen Spiegler mit einer Zeile im Miniaturformat.

Als dann am letzte Morgen noch ein alter Schuppenkarpfen anbiss, war die Tour wirklich perfekt! Mit so einem Fisch kann man gerne aufhören, dachten wir uns und beendeten die rund 14 Tage im Süden, in deren Verlauf wir 6 verschiedene Gewässer besuchten.

Top